Autor: Lilia Kehr
Datum: 12.06. – 14.06.2026
Kategorie: Projekte, On Tour
Kick-Off und Teamfindung
Am Freitagmorgen startete unsere Reise in den Norden zur Bucerius Law School in Hamburg. Nach einer langen Zugfahrt fanden wir und die restlichen Teilnehmer uns für die Kick-Off-Vorträge in der Bucerius Law School ein. Los ging’s für die insgesamt 85 Teilnehmenden mit einer Vorstellung der Leitchallenge: Dieses Jahr drehte sich alles um „(Legal) AI Buddies“, so konnten beispielsweise Lernbuddy-KI-Systeme für Studierende oder Tools zur vereinfachten Mandantsaufnahme für Kanzleien entwickelt werden. Außerdem wurden die Organisationspartner vorgestellt: Das Legal Innovation Hub der Bucerius Law School, recode.law und b{u}ilt. Zur Inspiration für das Wochenende wurden Keynotes über verschiedene Themen gehalten, wie „How to Hack“ von unserem Built- Ressortleiter Wangu Pullwitt sowie „Legal Design: From Paragraphs to Prototypes“ von Clara Grunwald, Legal Designer & Innovation Consultant. Der Abend ging weiter mit einem gemeinsamen Pizzaessen in der Südlounge, bei dem sich die Teams für das Wochenende selbständig zusammenfanden und erste Ideen für KI-Buddies austauschten, welche dann den anderen Teilnehmer in Zwei-Minuten-Pitches erstmalig kurz vorgestellt wurden. Die Teams bestanden aus Juristen aus ganz Deutschland sowie Informatikern, unter anderem von der ARAG. Ausklingen ließen die b{u}ilt-Teilnehmer den ersten Tag noch mit einer Erkundung des Nachtlebens in Hamburg.
Hacking, hacking, hacking...
Der nächste Tag startete mit Frühstück im Moot Court-Saal, anschließend wurden die Mentoren für den Tag vorgestellt, welche im Rahmen von Impulsvorträgen verschiedene Inputs für das weitere Arbeiten an dem Wochenende boten. Darunter war unter anderem Adrian Heuzeroth von unserer Partnerkanzlei honert, welcher einen spannenden Vortrag unter dem Titel „Zwischen Turbo und Totalschaden: KI und der anwaltliche Alltag“ hielt. Weitere Vorträge drehten sich rund um Vibe Coding, Legal Design und Impulse für Gründer. Der Tag war geprägt von vielfältigem Input und bereichernden Gesprächen mit den Mentoren. Die Teams arbeiteten intensiv in ihren Gruppenräumen an ihren Ideen, konzeptionierten ihre Tools und erarbeiteten erste Vorschläge für die finalen Pitches. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt: Mittags durften sich alle über Sandwiches freuen, abends wurde gemeinsam im Innenhof gegrillt, außerdem standen den Gruppen das ganze Wochenende über Snackbars mit verschiedenen Süßigkeiten, Obst und Kaffee sowie Softdrinks zur Verfügung. Der zweite Tag endete für uns mit einem gemeinsamen Schauen des Fußball-WM-Spiels.
Die finalen Pitches
Am Sonntag wurden letzte Feinschliffe vorgenommen und die Pitches vorbereitet. Abgabe der Projektideen war um 11:15 Uhr. Danach konnten sich alle noch an Pizza erfreuen, bis dann um 12 Uhr die Pitches der Tools begannen. Jedes Team hatte fünf Minuten Zeit, seinen AI-Buddy zu präsentieren. Anschließend konnte die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Christoph Kumpan von der Bucerius Law School, Nicole Vogelsberger von der ARAG und Dr. Rainer Derks, Vizepräsident des OLG Celle, Fragen zu den jeweiligen Tools stellen. Bei der Bewertung standen fünf Kriterien im Fokus: das Innovationspotenzial, die praktische Umsetzbarkeit, die wirtschaftliche Nachhaltigkeit, die Umsetzung der Leitchallenge und die Pitch-Leistung. Dann erfolgte die Preisverleihung: Platz 1 sicherte sich Team „StayInG“, welches ein Vermittlungstool entwickelte, das nach Deutschland geflohenen Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft, die sich eine Perspektive in Deutschland erhoffen, hilft, ihre individuelle rechtliche Situation zu verstehen, Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen und passende Beratungsstellen zu finden. Damit stellte das Team das gesellschaftliche Bedürfnis für so ein Tool in den Vordergrund und adressierte ein Problem, für das solch eine Lösung noch nicht existiert. Die Preise in Form von Wunschgutscheinen in Höhe von insgesamt 4.000 € stellte die Jusperta bereit. Nach der Preisverleihung und anschließenden Gruppenfotos machten wir uns wieder auf den Heimweg nach Bayreuth. Damit ging ein insgesamt erfolgreiches Wochenende zu Ende.
Abschließend möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die diesen Hackathon organisiert und uns dieses bereichernde Wochenende ermöglicht haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!
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